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Die 5 besten WordPress Cookie Plugins in 2021

Wer eine Webseite betreibt, muss seit einem BGH-Urteil von Ende Mai 2020 eine Opt-In-Möglichkeit für die Cookies auf seiner Seite anbieten. Dies ist somit deutschlandweit Pflicht. Als User von WordPress hat man das Glück, dass es wie so häufig gleich mehrere Plugins zur Auswahl gibt, die einem diesen lästigen und aufwändigen Prozess zu großen Teilen abnehmen.

Hier folgen die 5 besten WordPress Cookie Plugins, um in rechtlicher Hinsicht ohne größere Umstände auf der sicheren Seite zu sein. Sie alle regeln alles um das sogenannte Consent-Tool, das man aufgrund dieser neuen juristischen Lage auf seinen WordPress-Seiten anbieten muss.

Als Nr. 1 unter den WordPress Plugins für die Cookie-Problematik ist das Cookie Plugin von Borlabs zu empfehlen. Diese herausgehobene Stellung hat es sich verdient, lässt sich Borlabs jedoch auch gut bezahlen. Zudem geschieht dies nicht mittels einmaliger Zahlung, sondern per jährlich zu leistender Abo-Bezahlung, um weiterhin Support zu erhalten. Doch seine Vorteile sind wirklich bemerkenswert.

Zunächst hat man die Wahl zwischen einer Opt-In- und einer Opt-Out-Lösung, die man seinen Besuchern anbietet. Zudem bietet dieses Plugin den Besuchern eine umfassende Auswahl an, welche Cookies blockiert und welche zugelassen werden sollen. Die Aufforderung zum Opt-In kann man dabei beliebig nach den eigenen Wünschen gestalten.

Automatisch enthalten im Produktumfang des Cookie Plugins von Borlabs ist zudem ein Script Blocker. In Beiträgen oder wo auch immer auf der WordPress-Seite eingebettete Inhalte von anderen Diensten wie Youtube, Facebook, Google Maps oder Ähnliches werden dabei erst nach einer eventuellen Zustimmung des Users geladen und angezeigt.

Tolles Feature von Borlabs: Von Videos wird dennoch ein Vorschaubild erstellt, welches lokal gespeichert wird. So weiß der User in Ansätzen, was ihn in dem jeweiligen Video erwartet, ohne, dass er fremde Inhalte laden muss. Zudem sieht es einfach schöner aus, wenn dort, wo ein Video sein soll, auch etwas Vergleichbares angezeigt wird.

Mit Webchaniker als ihrer Webagentur erhalten Sie bis zu 45% Rabatt auf die jährlichen Kosten.

Vorteile von Borlabs Cookie

– deutscher Support

– unterstützt die meisten Caching Plugins

– Opt-In-Lösung für DSGVO und ePrivacy

– Einbindung von Cookies per Tracking-ID einfach möglich

– arbeitet auch bei der Nutzung von Page Builder

– Statistik zum Tracking der Konversion beim Opt-In

Nachteile von Borlabs Cookie

– jedes einzelne Cookie, das blockiert werden soll, muss manuell hinzugefügt werden

– jährlich wiederkehrende Kosten

Dieses Plugin stammt von einem Unternehmen mit Sitz in Deutschland, weshalb die Daten auch innerhalb der EU gespeichert werden. Größtes Plus gegenüber der Konkurrenz bei den WordPress Cookie Plugins: Man kann auch die Plattform dafür selbst hosten. Die entsprechenden Daten verlassen also gar nicht erst den eigenen Server.

Dafür ist diese Lösung allerdings rasch sehr teuer. Konkrete Tarife werden individuell bestimmt. Bei größeren Webseiten liegt man bei der Nutzung von Usercentrics dann auch schon mal schnell im dreistelligen Euro-Bereich – pro Monat! Bei der Erstellung Ihrer Webseite durch Webchaniker erhalten Sie diese Consent-Lösung jedoch komplett kostenfrei.

Eine echte Profi-Lösung also, bei der man dann aber auch umfassend alles nur Erdenkliche an Service erhält, individuelle Anpassung aller Opt-Ins etc. und Banner genau wie gewünscht inklusive natürlich. Einerseits scheint diese Profi-Lösung sehr beliebt zu sein. Andererseits litt darunter zumindest zuletzt der Support. Offenbar war man hier nicht auf die große Nachfrage vorbereitet. Gleichzeitig wohl ein Nachteil, der in Zukunft gelöst werden dürfte.

Vorteile

– regelmäßige Updates bei Änderungen der Bestimmungen

– völlige Anpassung des Designs aller Meldungen vom Consent-Tool

– explizite Strategien zur Anpassung der Opt-In-Raten

– einfache Integration und Handhabung

– Nutzung auch außerhalb von WordPress möglich

Nachteile

– mindestens 8 Euro pro Monat, begrenzt auf 20.000 Besuche pro Monat

– darüber mindestens 39 Euro pro Monat

– keine Demo-Funktion im Angebot

– langsame Reaktion beim Support

Stärkstes Argument für Complianz als das Cookie Plugin der Wahl für WordPress ist sein großer Funktionsumfang. Diese Funktionen umfassen u. a. viele Gestaltungsmöglichkeiten des Cookie-Banners, die Einteilung der Cookies in Gruppen, einen Content-Blocker für etliche von anderen Diensten eingebettete Inhalte und vieles mehr. In der Premium-Version kann man sich sogar Impressum und die Angaben zum Datenschutz automatisch erzeugen lassen. Dabei ist die Basis-Version von Complianz kostenlos.

Abzüge bei der Bewertung von Complianz gibt es aber wegen einer zurzeit noch mangelhaften Übersetzung auf Deutsch und auch ansonsten nicht immer voll ausgereiften Funktionen, die immer mal wieder stellenweise unschöne Schwierigkeiten aufweisen. Dennoch ist auch Complianz sehr empfehlenswert, zumal die Einrichtung per Assistent besonders leicht von der Hand geht. Auch dies ist wieder gerade für Anfänger mit WordPress eine nützliche Lösung, die das Einrichten von und das Arbeiten mit Complianz recht einfach macht.

Vorteile

– kostenlose Version bereits mit vielen Funktionen ausgestattet

– Cookie-Scanner scant wöchentlich die eingesetzten Cookies automatisch

– berücksichtigt auch Gesetze von außerhalb der EU

– sehr guter Support

– individuelle Anpassung

– Top Einrichtungs-Assistent gerade für Anfänger sehr hilfreich

Nachteile

– unvollständige Übersetzung auf Deutsch

– Standard-Design des Cookie-Banners wenig ansprechend

– Content-Blocker ebenfalls optisch wenig überzeugend

– nicht ganz billig in der Pro-Version

Größter Vorteil des Cookiebot Plugins ist, dass es die vorhandenen Cookies auf einer WordPress-Seite selbst ermittelt. Dieser Scan ersetzt das mühsame Einfügen der Cookies von Hand – und ist deshalb bei der Einrichtung sehr nützlich. Gerade für Anfänger bei der Arbeit mit WordPress sehr empfehlenswert. Nicht zuletzt, da bei diesem Scan auch schon alle Cookies für die spätere Administration in Gruppen eingeordnet werden.

Doch es ist hier nicht alles perfekt geregelt, sonst wäre das Borlabs Plugin nicht so weit vorne in der Bewertung vieler Nutzer. Denn das Cookiebot Plugin wird durch ein externes Script eingebunden. Eher ungewöhnlich für ein WordPress-Plugin, diese Vorgehensweise und mit einigen Nachteilen behaftet.

Dass man gerade für Anfänger und weniger erfahrene WordPress-User so nützlich ist, lässt sich Cookiebot allerdings auch bezahlen. Zwar sind bis zu 100 Seiten einer WordPress-Installation kostenlos von diesem Plugin zu versorgen. Doch wer ganz normale Archiv- und Tagfunktionen bei WordPress nutzt, überschreitet diese Grenze im Nu. Und selbst ohne dies, wäre man beim 101. Beitrag schon in der Pflicht, an Cookiebot zu zahlen, und zwar zurzeit 9 Euro pro Monat und damit über 100 Euro im Jahr.

Vorteile

– automatische Erkennung von Cookies

– optimal für Anfänger

– auch bei allen anderen Websites ohne WordPress einsetzbar

Nachteile

– Nutzung eines externen Scripts zur Einbindung in WordPress

– nur die Cookies, nicht aber die IP werden geblockt

– keine Vorschaubilder bei geblockten Inhalten von anderen Seiten

– vergleichsweise teuer in der Nutzung

Dieses WordPress-Cookie-Plugin zeichnet sich dadurch aus, dass es damit besonders einfach ist, Google Analytics und Facebook Pixel einzubinden. Einzig nötige Angabe ist die Tracking-ID des jeweiligen Dienstes, der Rest wird vom Plugin erledigt. Aber auch alle anderen Dienste können hier eingebunden werden.

Externe Ressourcen können blockiert werden. Diese sind dann erst nach Zustimmung der User zu sehen. Platzhalter für die entsprechenden Inhalte liefert das DSVGO Pixelmate Plugin ebenfalls mit, allerdings beschränkt sich das verfügbare Angebot dabei auf Youtube, Vimeo, Twitter sowie Google Maps. Außerdem ist der Platzhalter für Videos hier nicht ganz so ansehnlich wie jener beim Borlabs Cookie Plugin.

Insgesamt bietet dieses Plugin eine einfache Lösung für die Cookie-Problematik auf einer mit WordPress betriebenen Webseite. Die Entstehung geschah zudem in Kooperation mit einer Rechtsanwältin. Diesbezüglich ist man also in jedem Fall auf der sicheren Seite – auch bei künftigen Änderungen der Bestimmungen. Der Preis für die Nutzung des DSGVO Pixelmate Plugins liegt bei einmaligen 39 Euro. Es gibt also keine wiederkehrende Zahlungsverpflichtung wie bei einem Abo.

Vorteile des DSVGO Pixelmate

– allgemeine Bedienung recht komfortabel

– blockiert Third-Party-Cookies

– Unterstützung von Opt-In und Opt-Out

– individuelle Anpassung des Cookie-Banners möglich

Nachteile des DSVGO Pixelmate

– keine Designanpassung beim Content Blocker möglich

– kein Overlay über Webseiten möglich

– Facebook-Posts und viele andere Dienste werden nicht blockiert

– bei vielen Cookies keine übersichtliche Verwaltung dieser

Ist ein Opt-in für Cookies Pflicht

Wie eingangs schon erwähnt, ist ein Opt-In-Banner nach einem BGH-Urteil vom 28.05.2020 in Deutschand Pflicht. Man muss also seinen Besuchern die Möglichkeit geben, alle von der eigenen Webseite verwendeten Cookies einzeln zu blockieren oder zu akzeptieren.

Opt-In bedeutet hier, dass man überhaupt erst seine Zustimmung geben muss, um die Verwendung von Cookies zu erlauben. Anderenfalls kommen überhaupt keine Cookies zur Anwendung. Ein Opt-Out ermöglicht es dem User hingegen, selbst auszuwählen, welche Cookies er blockieren möchte. Pflicht ist allerdings eine Opt-In-Option für in Deutschland betriebene Webseiten.

Welche Cookies sind technisch notwendig?

All das zuvor Genannte in Bezug auf die Pflicht, ein Opt-In oder Opt-Out zu ermöglichen, gilt nicht für „technisch notwendige“ Cookies. Was sind technisch notwendige Cookies? Diese Frage ist komplett unabhängig von der Nutzung von WordPress wie folgt zu beantworten. Ausgenommen von dieser Pflicht sind Cookies mit folgender Funktion:

  • Session-Cookies, die bestimmte Einstellungen des Besuchers speichern (wie Login-Daten, den Inhalt eines Warenkorbs o. Ä.)
  • Flash-Cookies, wenn man Flash zur Medienwiederbage verwendet
  • Cookies von Zahlungsanbietern, die auf einer anderen Webseite genutzt werden
  • Opt-Out-Cookies

Ebenso wenig benötigen Cookies von Messenger- und Chatdienste eine Einwilligung des Users.

Fazit

Diese fünf hier präsentierten WordPress Cookie Plugins haben alle ihre oben ja angegebenen Vor- und Nachteile. Klarer Sieger ist das Plugin von Borlabs. Gleichwohl fallen dafür Kosten an, die bei anderen Anbietern geringer sind. Das Angebot von usercentrics richtet sich wohl nur an High-End-Kunden, für den Durchschnitts-User von WordPress sind die Alternativen empfehlenswerter.

Dann aber muss jeder selbst abwägen, ob ihm einfache Bedienung, schicke Vorschaubilder oder welche anderen Aspekte auch immer am wichtigsten sind. In jedem Fall findet man mittels dieser Liste von 5 WordPress-Cookie-Plugins eine gesetzeskonforme Lösung für seine mit WordPress betriebene Seite.

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