StartseiteRatgeberWie Sie die WordPress Kommentare deaktivieren

Wie Sie die WordPress Kommentare deaktivieren

Daniel WunderlichAktualisiert am 1. Dezember 2025Allgemein8 Min. Lesedauer

Kommentare bringen oft Aufwand, Spam und rechtliche Unsicherheiten. Dieser Leitfaden zeigt Ihnen klar und ohne Umwege, wie Sie die WordPress Kommentarfunktion deaktivieren, bestehende Inhalte schließen und sichtbare Kommentarbereiche vollständig entfernen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Deaktivieren Sie neue Kommentare global in den Diskussionseinstellungen.
  • Schließen Sie Kommentare in bestehenden Beiträgen per Sammelaktion im Beitragsarchiv.
  • Entfernen Sie Kommentarbereiche im Theme oder Seiteneditor, damit keine Formulare angezeigt werden.
  • Blenden Sie die Kommentarverwaltung im Backend aus, damit Teams nicht versehentlich mit Kommentaren arbeiten.
  • Schalten Sie Pingbacks und Trackbacks ab, um Benachrichtigungen aus anderen Websites zu vermeiden.

Kommentare sind in WordPress standardmäßig aktiviert. Dadurch erscheint bei vielen Themes unter Beiträgen ein Formular für neue Kommentare. Für Unternehmenswebsites ist das nicht immer sinnvoll. Häufig sind Kontaktformulare, Supportwege oder Social Media die besseren Orte für Rückfragen. In diesem Ratgeber lernen Sie, wie Sie auf Systemebene und auf Inhaltsebene die WordPress Kommentarfunktion deaktivieren. Es gibt drei Möglichkeiten, Kommentare zu deaktivieren. Direkt im WordPress Dashboard über die Diskussionseinstellungen, mit einem Plugin oder per Codeanpassung im Child Theme.

Global abschalten über die Diskussionseinstellungen

Der globale Schalter verhindert neue Kommentare für alle künftigen Inhalte. Öffnen Sie im Backend den Bereich Einstellungen und dort Diskussion. Entfernen Sie das Häkchen bei Erlaube Besuchern, neue Beiträge zu kommentieren. Deaktivieren Sie an gleicher Stelle auch Benachrichtigungen über Verlinkungen und Pingdienste, wenn Sie keine Signale aus anderen Websites wünschen. Speichern Sie die Änderungen. Diese Einstellung wirkt nur für neue Inhalte, bereits veröffentlichte Beiträge bleiben davon unberührt. Ergänzen Sie die Maßnahme daher durch die folgenden Schritte für bestehende Inhalte.

Kommentare für bestehende Inhalte per Sammelaktion deaktivieren

Öffnen Sie im Backend Beiträge und wechseln Sie zur Listenansicht. Markieren Sie die gewünschten Beiträge, wählen Sie Bearbeiten und übernehmen Sie die Auswahl. Stellen Sie nun Kommentare auf Nicht erlaubt und klicken Sie auf Aktualisieren. Wiederholen Sie den Vorgang für weitere Seiten, wenn Ihre Website statische Inhalte als Seiten verwendet. Prüfen Sie stichprobenartig einzelne Beiträge, um sicherzugehen, dass die Änderung übernommen wurde. Nutzen Sie bei sehr großen Websites die Filter für Datumsbereiche und Autoren, um in Blöcken zu arbeiten. So stellen Sie sicher, dass keine verwaisten Kommentarflächen aktiv bleiben.

Kommentare für einzelne Beiträge und Seiten gezielt deaktivieren

Es gibt Situationen, in denen Kommentare grundsätzlich deaktiviert sind, aber einzelne Inhalte abweichen. Öffnen Sie den gewünschten Beitrag im Editor. Suchen Sie in der rechten Seitenleiste den Bereich Diskussion. Entfernen Sie die Option Kommentare erlauben. Speichern oder aktualisieren Sie den Beitrag. Wiederholen Sie die Schritte für weitere Inhalte, wenn Ausnahmen bestehen. Diese Methode eignet sich für Einzelfälle und redaktionelle Feinsteuerung. Für die Erstausrichtung sollten Sie jedoch immer den globalen Schalter in den Diskussionseinstellungen verwenden, damit neue Inhalte standardmäßig ohne Kommentare entstehen.

Kommentare für individuelle Inhaltstypen und Medien deaktivieren

Viele Websites nutzen eigene Inhaltstypen wie Portfolio, Case Study oder News. Prüfen Sie im Backend, ob diese Post Types Kommentare unterstützen. Öffnen Sie bei Bedarf die Liste der Inhalte, wählen Sie Sammelaktionen und stellen Sie Kommentare auf Nicht erlaubt. Kontrollieren Sie außerdem, ob Ihr Theme Kommentare auf Medienseiten anzeigt. Öffnen Sie eine beliebige Bildanhangseite und prüfen Sie die Ausgabe. Wenn ein Formular erscheint, schließen Sie Kommentare per Sammelaktion für Medien und entfernen Sie etwaige Kommentarblöcke im Editor. So bleiben alle Ausgabepfade konsistent und es entstehen keine Überraschungen in Unterseiten.

Kommentare deaktivieren per Plugin

Wenn Sie eine schnelle, zentrale Lösung wünschen, installieren Sie das Plugin Disable Comments. Öffnen Sie im Backend den Bereich Plugins, klicken Sie auf Installieren und suchen Sie nach Disable Comments. Installieren und aktivieren Sie das Plugin, danach finden Sie die Einstellungen unter Einstellungen und Disable Comments. Wählen Sie, ob Sie Kommentare überall deaktivieren möchten oder nur für bestimmte Inhaltstypen und speichern Sie die Änderung. Prüfen Sie anschließend stichprobenartig Beiträge und Seiten im Frontend, damit keine Kommentarbereiche mehr erscheinen. Falls Sie das Backend zusätzlich aufräumen möchten, können Sie später im Abschnitt 10.1 die Ausblendung des Kommentar Menüs und der Kommentar Metaboxen umsetzen.

Kommentare komplett aus dem Backend entfernen

Mit Disable Comments können Sie nicht nur die Kommentarabgabe verhindern, sondern die Kommentarverwaltung im Backend vollständig ausblenden. Öffnen Sie Einstellungen und Disable Comments. Wählen Sie die Option zum Deaktivieren von Kommentaren auf der gesamten Website. Aktivieren Sie im selben Bildschirm die Optionen zum Ausblenden des Menüpunkts Kommentare sowie der Kommentar Metaboxen im Dashboard und in der Schnellbearbeitung. Speichern Sie die Einstellungen. Prüfen Sie anschließend im Backend, ob der Menüpunkt Kommentare nicht mehr sichtbar ist und ob im Admin Bereich keine Kommentar Hinweise mehr erscheinen. Kontrollieren Sie im Frontend stichprobenartig einzelne Beiträge und Seiten. Leeren Sie gegebenenfalls den Cache und das CDN, damit die Änderungen sofort greifen.

Für einzelne Inhaltstypen mit Disable Comments

Wenn Sie Kommentare nur für bestimmte Inhaltstypen abschalten möchten, öffnen Sie erneut Einstellungen und Disable Comments. Wählen Sie nur für ausgewählte Inhaltstypen. Markieren Sie die gewünschten Typen, zum Beispiel Beiträge, Seiten, Medien oder individuelle Post Types. Speichern Sie die Konfiguration. Öffnen Sie danach die Listenansichten der betroffenen Inhaltstypen und prüfen Sie, ob die Kommentaroptionen nicht mehr verfügbar sind. Testen Sie die Ausgabe im Frontend, damit keine Kommentarformulare oder Hinweise mehr gezeigt werden. Dokumentieren Sie Ihre Auswahl in Ihrem Betriebshandbuch. So bleibt für das gesamte Team nachvollziehbar, wo Kommentare erlaubt sind und wo nicht.

Kommentare per Code deaktivieren

Wenn die Optionen im Dashboard oder per Plugin nicht ausreichen, können Sie Kommentare auch direkt im Theme ausblenden. Diese Methode erfordert grundlegende Kenntnisse in Theme Dateien. Arbeiten Sie daher mit Bedacht. Nutzen Sie ein Child Theme, testen Sie Änderungen zunächst in einer Staging Umgebung und erstellen Sie vorab ein vollständiges Backup. Ziel ist es, die Ausgabe des Kommentarbereichs in den Template Dateien zu entfernen. So werden vorhandene Kommentare nicht mehr angezeigt und neue Eingaben über das Frontend unterbunden.

Diese Methode entfernt die Ausgabe des Kommentarbereichs im Frontend. Kombinieren Sie sie mit der globalen Einstellung in den Diskussionseinstellungen, damit neue Inhalte standardmäßig ohne Kommentare entstehen.

Kommentare in Seiten Templates entfernen

Öffnen Sie die Datei page.php Ihres Child Themes im Code Editor. Suchen Sie nach dem Aufruf der Kommentarvorlage.

<?php comments_template( '', true ); ?>

Empfohlene Deaktivierung
Kommentieren Sie die Zeile aus oder entfernen Sie sie vollständig.

<?php /* comments_template( '', true ); */ ?>

Speichern Sie die Datei und prüfen Sie eine Beispielseite im Frontend. Der Kommentarbereich sollte nicht mehr erscheinen.

Kommentare in Beitrags Templates entfernen

Wiederholen Sie den Vorgang für Beiträge in der Datei single.php.

Typischer Originalaufruf

<?php comments_template(); ?>

Empfohlene Deaktivierung

<?php /* comments_template(); */ ?>

Speichern Sie die Datei und prüfen Sie einen Beispielbeitrag im Frontend.

Weitere Templates und Post Types berücksichtigen

Je nach Theme können weitere Dateien die Kommentarausgabe steuern. Prüfen Sie insbesondere singular.php, single-{post_type}.php für individuelle Inhaltstypen sowie Template Teile unterhalb von template-parts. Entfernen oder kommentieren Sie dort ebenfalls die entsprechenden comments_template Aufrufe. Leeren Sie anschließend Cache und CDN, damit die Änderungen überall sichtbar werden.

Kommentare komplett aus dem Backend entfernen

Wenn Sie keine zusätzliche Abhängigkeit möchten, können Sie Kommentare programmgesteuert deaktivieren. Ergänzen Sie den folgenden Code in Ihrem Child Theme in der functions.php Datei.

// Kommentare für alle öffentlichen Post Types entfernen

add_action('admin_init', function () {

    foreach (get_post_types(['public' => true], 'names') as $post_type) {

        remove_post_type_support($post_type, 'comments');

        remove_post_type_support($post_type, 'trackbacks');

    }

});

// Öffnen neuer Kommentare und Pingbacks überall unterbinden

add_filter('comments_open', '__return_false', 20, 2);

add_filter('pings_open', '__return_false', 20, 2);

// Vorhandene Kommentare in der Ausgabe verbergen

add_filter('comments_array', '__return_empty_array', 10, 2);

// Kommentar-Menü und Adminbar-Elemente ausblenden

add_action('admin_menu', function () {

    remove_menu_page('edit-comments.php');

});

add_action('init', function () {

    if (is_admin_bar_showing()) {

        remove_action('admin_bar_menu', 'wp_admin_bar_comments_menu', 60);

    }

});

Dieser Code entfernt die Kommentarfunktionen aus allen öffentlichen Inhaltstypen. Neue Kommentare lassen sich nicht mehr öffnen. Die Kommentarlisten werden geleert und das Backend wirkt aufgeräumt. Testen Sie die Änderungen auf einer Staging Umgebung, bevor Sie sie in der Produktion einsetzen.

Pingbacks und Trackbacks deaktivieren

Pingbacks und Trackbacks sind Benachrichtigungssysteme aus anderen Websites. Sie sind für viele Unternehmensseiten verzichtbar und können zu unerwünschten Einträgen führen. Öffnen Sie Einstellungen und Diskussion. Entfernen Sie Hecken bei Link Benachrichtigungen von anderen Blogs. Ergänzen Sie bei Bedarf den oben gezeigten Code, der Pings ebenfalls unterbindet. Prüfen Sie anschließend das Verhalten, indem Sie einen Testbeitrag mit Verlinkungen veröffentlichen. So stellen Sie sicher, dass keine Rückmeldungen aus anderen Websites in Ihrer Administration erscheinen.

Häufige Fragen

Kann man die Kommentarfunktion in WordPress deaktivieren?

Ja, Sie können Kommentare global in den Diskussionseinstellungen deaktivieren, per Plugin wie Disable Comments oder per Code im Child Theme. Beachten Sie, dass die globale Einstellung nur neue Inhalte betrifft und bestehende Beiträge zusätzlich geschlossen werden müssen.

Wie deaktiviere ich die Kommentarfunktion?

Öffnen Sie Einstellungen und Diskussion, entfernen Sie das Häkchen bei Erlaube Besuchern, neue Beiträge zu kommentieren und speichern Sie. Schließen Sie anschließend bestehende Inhalte per Sammelaktion und entfernen Sie Kommentarblöcke im Theme oder Website Editor, damit keine Formulare mehr erscheinen.

Wie kann ich die Kommentare in einem WordPress Beitrag deaktivieren

Öffnen Sie den Beitrag im Editor, wählen Sie in der rechten Seitenleiste den Bereich Diskussion und entfernen Sie Kommentare erlauben, danach speichern. Alternativ nutzen Sie in der Beitragsliste die Schnellbearbeitung und setzen Kommentare auf Nicht erlaubt.

Wie kann man Kommentare verbergen?

Sie können die Ausgabe im Frontend durch Entfernen des Kommentarblocks im Website Editor oder durch Auskommentieren von comments_template in den Template Dateien unterbinden. Zusätzlich blendet das Plugin Disable Comments Kommentarbereiche und Verwaltungsoptionen aus, wenn Sie die entsprechenden Optionen aktivieren.

Kannst du erkennen, ob jemand Ihren Kommentar ausblendet?

In WordPress erhalten Sie in der Regel keine Benachrichtigung, wenn ein Kommentar moderiert, verborgen oder in den Papierkorb verschoben wird. Die Sichtbarkeit hängt von den Moderationseinstellungen und den Rechten auf der jeweiligen Website ab.

Geschrieben von Daniel Wunderlich

Daniel Wunderlich

Daniel Wunderlich

Inhaber, Webchaniker

Daniel Wunderlich ist Inhaber der Webagentur Webchaniker.

Kommentare (0)

Bisher keine Kommentare. Sei der Erste, der einen Kommentar hinterlässt!